Musik am Samstag um 4 im Rosengarten
im Kolumbarium West, Friedhof Aarau, Rosengartenstrasse 1
Samstags jeweils um 16.00 Uhr für eine halbe Stunde am:
9. Mai - 13. Juni - 25. Juli - 22. August - 19. September 2026
Die Musikerin Sarah Giger spielt auf ihren Instrumenten Traversflöte, Blockflöte und Barock-Viola und wird jeweils mit einer/m zweiten SpielerIn das Programm gestalten – die zweite Person bleibt für das Publikum eine Überraschung.
«Beim Spielen an einer Abdankungsfeier ist mir aufgefallen, dass es im Kolumbarium durch die zwei Urnenwände und die eine Seite der Abdankungshalle eine interessante Akustik gibt, die den Klang trägt, sei es, dass in den Gängen, unter den Torbogen oder sogar auf der Wiese gespielt wird.»
Der Friedhof Rosengarten wird einige Stühle zur Verfügung stellen. Bei schlechtem Wetter wird in den beiden Gängen gespielt und gehört. Es wird eine Kollekte erhoben.
«Als Anwohnerin des Friedhofs schätze ich den Rosengarten sehr, als Ort der Einkehr und der seelischen Erholung inmitten all der wunderbaren Pflanzen, Brachfeldern und der Gräber der Verstorbenen, die Teil der Gesellschaft waren. Das Pilotprojekt nimmt den Gedanken auf, dass der Ort der Verstorbenen sowie deren Geschichte Teil unseres Zusammenlebens in der Stadt und Region Aarau sind und wir auch auf dem Friedhof einen Teil unseres Lebens führen. Es trägt zu einer Öffnung des Friedhofs nach aussen bei.»
(Sarah Giger, im Januar 2026)
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DAS BLOCKFLÖTEN-ORCHESTER
eine musikalische Untersuchung seiner Register.
21 Spielerinnen - Leitung Sarah Giger
Aarau
Samstag 18. April 2026, 17.00
Kirche der Minoritätsgemeinde
(Bahnhofstrasse 30)
Liestal
Sonntag 19. April 2026, 17.00
Martinshof (Rosengasse 1)
Musik aus vier Jahrhunderten
von Ligeti, Ekimovskji/Meier, Eccles,
Lewin, Marshall, Telemann, Mico und Purcell
DAS BLOCKFLÖTEN-ORCHESTER?
In keinem Moment meines professionellen Musik-Schaffens hätte ich mir vorgestellt, ein Blockflöten-Orchester zu leiten. Dank meiner künstlerischen Arbeit mit der Traversflöte und der Barock-Bratsche konnte ich mich dem Schrecken des Blocklöten-Images stets entziehen. Seit längerer Zeit jedoch arbeite ich mit vielen Amateuren und Amateurinnen der Blockflöte und ich habe verstanden, dass sie alle vor allem SPIELEN wollen, dass der Moment von Klang und Musik zählt und wichtig ist in jeder dieser Lebensgeschichten. Und dass die Blockflöte dafür ein grossartiges Instrument ist.
Die meisten Spielerinnen im Orchester stammen aus zwei Orchestern unter der Leitung von Gisela Colberg, nämlich BOB&BOL (Birsfelden/Lenzburg). Die Leitung wurde mir übertragen und, da sich dadurch auch mein Netzwerk neu verbunden hat, war ein neuer Name nötig: DAS BLOCKFLÖTEN-ORCHESTER. Das ideale Klangbild für das Zusammenspiel von so vielen Blockflöten wird in den letzten Jahrzehnten «pyramidisch» praktiziert: eine grosse Masse von Bass-Instrumenten braucht es im Vergleich zur hohen solistischen Spitze eines Sopranino- oder Garklein-Instrumentes. Dieser Thematik setzt sich unser Programm in unserem ersten Projekt entgegen: ich wage es, alle Spielerinnen mit Sopranen gleichzeitig spielen zu lassen, oder alle mit Altblockflöten. Wir untersuchen also unsere Register musikalisch, in dem ich mich für einige Werke in diesen speziellen Besetzungen entschieden habe. So mögen die beiden Sopran-Werke frech oder schrill sein, im Gegensatz dazu reine Bassklänge in anderen Werken als reine Wohltat in unseren Ohren tönen. Dass im Programm aber auch «traditionelle» Orchester-Werke wie zb. The Spirits of the Water nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst: eine spannende Musik, intelligent komponiert für Blockflöten-Orchester.
Das Image der Blockflöte hat mich als Thema immer wieder gekreuzt. Mit der Leitung des Orchesters habe ich nun den Stier an den Hörnern gepackt und ich spüre, dass wir hier weiterhin unterwegs sind. Ich danke allen Spielerinnen für das Vertrauen in meine Leitung und dem Publikum für offene Ohren. (Sarah Giger im Februar 2026 in Aarau)
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