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RÄUME - PASSAGEN - DORNEN und BLÜTEN

La Vuelta: Alte und Neue Musik, Architektur

Samstag 17. August 2019, 19.30 Uhr
Winterthur ZHaW, Halle 180, Tössfeldstrasse 11
Sonntag 1. September 2019, 19.00 Uhr
Kreuzlingen TG, kult-X, Schiesser-Areal, Hafenstrasse 8
Sonntag 15. September 2019, 11.00 Uhr
Pfäffikon ZH, Kultur im Rex, Tumbelenstrasse 6

Neue Werke von Ulrich Gasser, Regine Irman, Dieter Jordi, Peter Streiff; Alte Werke von Dietrich Buxtehude, Andrea Falconiero, Johann F. Meister.
Sarah Giger, Traversflöte/Barockviola; Mario Mutter, Barockvioline/-viola; Regina Kobe, Cello piccolo/Viola da gamba; Dieter Jordi, Vihuela/Barockgitarren; Markus Hochuli, Theorbe; Regina Irman, Schlagzeug/Elektronik.

Architektur -
und Pflanzen?
Man denkt vielleicht an überwuchertes altes Gemäuer, oder an Gärten, aber auch an Ornamente aus stilisierten Blättern und Ranken.
Aber Pflanzen folgen selber strengen „architektonischen“ Regeln, ihre Bauweise ist bestimmt durch Statik, Geometrie und Zahl...
und Musik?
Alt und neu: In den Städten stehen neue Bauten direkt neben solchen aus längst vergangener Zeit – zuweilen in scharfem Kontrast, und doch im Kontext ihrer langen gemeinsamen Geschichte. So stehen die neuen Kompositionen im Kontext mit den Passacaglien aus dem Barock.
Pasacalles sind Tänze, die eine Abfolge von meistens 12 Schlägen immer wiederholen. Der spanische Begriff bedeutet wörtlich „durch die Gasse gehen“. Der „Durchgang“, die „Passage“ wird dabei in reichen Varianten durchtanzt.
Ulrich Gasser komponiert drei „Räume“: Introduzione – Entrada – Ospizio, (Eingang – Foyer (Entrée) - Herberge/Asyl,) aber die Instrumente ranken sich pflanzengleich durch diese Räume, die Verzierungspraxis der historischen Instrumente aufnehmend und erweiternd.
Regina Irmans elektroakustische Kompositionen beschäftigen sich mit Erscheinungs- formen südafrikanischer Akazien-Dornen. In der Botanik werden die scharf zugespitzten Gebilde zur Kategorisierung der Akazien verwendet. Die Klänge entstanden durch Anzupfen der Dornen. Bei der musikalischen Verarbeitung geht es primär um die „Architektur“ dieser Pflanzenteile, aber auch um Konnotationen wie Aggression, Schmerz, Verletzung.
Dazwischen gestreut sind die streng konstruierten Pasacalles von Dieter Jordi, die „Blütenblätter“ von Peter Streiff, und der Ausschnitt aus einer Kantate von Buxtehude über einen Text aus dem Hohelied:
„Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal. - Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern.“

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Werke von Peter Streiff//Alte Musik

Montag 8. Juni 2020, 19.00 Uhr
montags um sieben, Atelier Pia Maria, Rue de la Source 3, 2502 Biel

Sarah Giger, Traversflöte; Conrad Steinmann, Blockflöte/Aulos; Rebeka Ruso, Viola da gamba

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